Milde und süße Senfsamen

Braune SenfsaatSenf wird mit seinen Samen seit vielen Jahren als Gewürz- und Heilmittel angebaut. Die besten Wachstumsbedingungen findet die Pflanze in der gemäßigten Klimazone und ist in Frankreich, den baltischen Staaten oder Kanada oft vertreten. Eine besonders scharfe Sorte der Senfsamen wächst im Mittleren Osten. Charakteristisch für die verschiedenen Sorten an Senfsamen ist der pikante und scharfe Geschmack in verschiedenen Intensitäten. Neben den braunen und scharfen Senfsamen haben vor allem die milden Sorten an Beliebtheit gewonnen.

Speisesenf aus gelben Senfsamen

Die gelben Senfsamen bezeichnet man auch als weißen oder englischen Senf. Sie werden gern zur Herstellung der mittelscharfen Sorten genutzt und sind Hauptbestandteil vieler Salatsoßen und Marinaden. Die Gelbsenfsamen entwickeln nur eine leichte Schärfe und eignen sich daher hervorragend als Speisesenf. Eine Paste wird umso milder, je mehr gelbe Senfsamen verwendet werden. Das intensiv würzige und süße Aroma passt zu verschiedenen Wurst- und Fleischspeisen. Besonders deftige Gerichte sind mit einem Klecks Senf serviert und verfeinert. Der Grund: Die enthaltenen Senföle fördern die Verdauung und regen den Fettstoffwechsel an. Weitere Anwendungsgebiete der gelben Senfsamen ist das Einlegen von Gemüse, wie beispielsweise Gurken.

Geheimnisse der Verarbeitung

Dank unterschiedlicher Verarbeitungsweisen und Zutaten gibt es unzählige Senfvariationen. Je nach gewünschtem Schärfegrad lassen sich die Gelbsenfsamen mit braunen Senfsamen mischen. Zur weiteren Verarbeitung ist das Mahlen der Samen nötig. Erst mit dem Knacken der Schale und der Zugabe von Essig und Wasser kann die Schärfe der Senföle freigesetzt werden. Das Pulver selbst schmeckt kaum scharf und hat einen neutralen Geruch. Lediglich die Braunsenfsamen verbreiten einen beißenden Geruch in der Nase. Die ersten Senfrezepte stammen aus dem Römischen Reich, wobei die Zubereitung mit Wein oder Traubensaft stattgefunden hat. Aus dieser Zeit erhielt der Senf seinen Namen „Mostrich“.

Die milden Senfsamen besitzen eine länger anhaltende Schärfe im Vergleich zu den braunen Körnern. Viele Senfspezialitäten müssen einem gewissen Reifeprozess folgen, um die gewünschte Geschmacksentfaltung zu erzielen.

Mit besten Grüssen,
Ihr Erik Jenss

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *